Zitat von Albrecht Dürer:
«Item wer ein Moler will werden, der muß van Natür dorzu geschick sein. Item die Kunst des Malens würd baß durch Lieb und Lust gelernt dann durch Zwang. Item aus welchem ein großer künstreicher Moler soll werden, der muß ganz van Jugend auf darbei er- zogen werden. Item er muß van guter Werkleut kunst erstlich viel abmachen, bis daß er ein freie Hand erlangt.»

 

Ausstellung in Sélestat 4. bis 10. Juni 2016

Kunstausstellung in Sélestat (F) vom 4. bis 10. Juni 2016

Hans-Jürgen van Akkeren stellt aus, Aquarelle über Waldkirch und Replike mittelalterlicher Urkunden der Herren von Schwarzenberg

 

Anlässlich des 50. Jahrestags der Städtepartnerschaft Sélestat-Waldkirch findet im Barbara Gebäude im Stadtzentrum von Sélestat (F) eine gemeinschaftliche Kunstausstellung statt.

Die Ausstellung ist geöffnet vom 4. bis 10. Juni, 9 Uhr bis 12 Uhr und 14 Uhr bis 18.30 Uhr.


Vernissage: Samstag, den 4. Juni um 15 Uhr

Eintritt: frei

Organisator: deutsch-französischer Verein Régiocréativ Sélestat

 

Ausstellung_Selestat-Waldkirch_2016

 


 

Film: Rekonstruktion und Virtualisierung der mittelalterlichen Stadt Waldkirch um 1400

Rekonstruktion und Virtualisierung der mittelalterlichen Stadt Waldkirch um 1400


Link zum Film: https://youtu.be/SiMjyTKEGQo

Film, Rekonstruktionen, Virtual Reality und Aquarelle von Hans-Jürgen van Akkeren, ehrenamtlich Beauftragter der Archäologischen Denkmalpflege.
Eine Zusammenarbeit mit Dr. Andreas Haasis-Berner, Mittelalterarchäologe Landesamt für Denkmalpflege RPS/Freiburg.


 

Replik der Urkunde aus Waldkirch: 1362 Nachlassregelung zu Gunsten des Kloster Tennenbachs

Nachlassregelung zu Gunsten des Kloster Tennenbachs

Replik von Hans-Jürgen van Akkeren

 

1362 Mai 20  -Waldkirch-

Das Gericht zu Waldkirch urkundet, daß Katharina Sigeböttin, Witwe des Konrad Meyer von Schweighausen (stammesverwandt mit den Meigern von Kürnberg), Bürgerin zu Waldkirch, ihrem Sohn und nach dessem Tode dem Kloster Tennenbach, wo ihr Sohn Mönch ist, eine Gülte von 2 Pfund Pfennig zu Dürrenbach und Winden vermacht. Damit sind ihre Töchter Amelie und Alice mit ihren Männern Johann Wolleb und Konrad Bagisen d. Jüngere einverstanden.

Geltende, zitierfähige Signatur des Generallandesarchiv Karlsruhe: 24 Nr. 1238

Das Original der Urkunde hat folgende Maße: max. Breite: 352 mm; max. Höhe: 169 mm
Das erste originale anhängende Siegel Waldkirchs hat folgende Maße: max. Breite: 52 mm; max. Höhe: 64 mm; max. Tiefe (Dicke): 13 mm.
Das zweite originale anhängende Siegel der Katharina Sigeböttin (Conrad Meiger von Schweighauesn) hat folgende Maße: max. Breite: 32 mm; max. Höhe: 34 mm; max. Tiefe (Dicke): 12 mm.

 

 GLA Karlsruhe Sig 24 Nr 1238 - Replik van Akkeren
Replik der Urkunde in Originalgröße von Hans-Jürgen van Akkeren.
Material: Kaligrafie auf Aquarellpapier, patiniert und nass gefaltet.
Angefertigt nach Digitalisaten des GLA KA.

Geltende, zitierfähige Signatur
des Generallandesarchiv Karlsruhe: 24 Nr. 1238


GLA KA 24, Convolut 60, Nr. 1238 (1362.Mai 20. Sig1 Waldkirch) Replik van Akkeren     GLA KA 24, Convolut 60, Nr. 1238 (1362.Mai 20. Sig2 Sigbotten) Replik van Akkeren
Replik der Siegel in Originalgröße von Hans-Jürgen van Akkeren. Angefertigt nach Digitalisaten des GLA KA.
Siegel aus Wachs gefertigt. Schnürung aus Leinen, 5mm.

Volltext (transskribiert von Andreas Haasis-Berner, April 2015)

Weiterlesen: Replik der Urkunde aus Waldkirch: 1362 Nachlassregelung zu Gunsten des Kloster Tennenbachs

Replik: Die Urgrabenurkunde von 1284

Die Urgrabenurkunde

Replik von Hans-Jürgen van Akkeren

Die sogenannte Urgrabenurkunde von 1284 stellt eine der interessanten mittelalterlichen Urkunden nicht nur zur Bergwerksgeschichte dar, sondern wirft ebenso ein geschichtliches Schlaglicht auf den Urgraben (abgeschliffener Name, eigentlich "Wuhrgraben"), der ein einzigartiges Zeugnis mittelalterlicher Wasserbaukunst darstellt.

Urkunde von 1284 Mai 2 wird unter der Signatur GLA 21 Nr. 3010 verwahrt und misst in der Länge 20,3 cm, in der Breite links 6,6 und rechts 5,6 cm.

 

GLA Karlsruhe, Sig. 21 Nr. 3010 - Replik van Akkeren
Replik in Originalgröße: Hans-Jürgen van Akkeren. Siegel aus Wachs.Angefertigt nach Digitalisiat.


Direkte Abschrift der Urgrabenurkunde

Wir Grave Egen von Friburg kunden allen die disen brief sehint oder horint lesen / das wir haben erloubit Burchart dem Turner / Heinrich Wolleben / Cunrat Ederlin
/ meister Cunrat Rotermellin / un allen iren gesellen ze den silberbergen ze sukendal / un ze des herzogen berge / un allen die die selben berge buwent / un iren erben
/ das si einen graben mit wasser ze dem selben berge vuren uber des gottishus gut von sante peter / un über ellu die gut da wir vogit ube sin / un da wir gewaltig sin
/ nah ir willen / un alse vil so si bedurfen / un her uber ze einem urkunde so geben wir in disen mit unserm ingesigel besigelt. Un geschach dis ding
/ un wart diese brief gegeben do man zalte von gottis geburte zwelf hundirt / ahzig / un vier jar / an dem nehisten zistage nah sante Walpurge tage.


Umschrift in verständlicheres Deutsch

Wir, Graf Egon von Freiburg, verkünden allen, die diesen Brief sehend oder hörend lesen, daß wir haben erlaubt Burkart dem Turner, Heinrich Wolleben, Conrat Ederlin,
Meister Conrat Rotermellin und allen ihren Gesellen zu den Silberbergen zu Suggental und zu des Herzogs Berg, und allen, die die selben Berge bauen, und ihren Erben,
daß sie einen Graben mit Wasser zu den selben Bergen führen über das Gotteshausgut von Sankt Peter und über alle die Güter, worüber wir Vogt sind und worüber wir Gewalt
haben, nach ihrem Willen und so viel sie benötigen. Und darüber zu einer Urkunde, geben wir in diesen [Brief], mit unserem Siegel besiegelt. Und geschah diese Sache und
wurde dieser Brief gegeben, als man zählte von Gottes Geburt zwölf Hundert achtzig und vier Jahr an dem nächsten Dienstag nach Sankt Walpurgis Tag.

1284 Mai 2

 


 

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