Zitat von Albrecht Dürer:
«Item wer ein Moler will werden, der muß van Natür dorzu geschick sein. Item die Kunst des Malens würd baß durch Lieb und Lust gelernt dann durch Zwang. Item aus welchem ein großer künstreicher Moler soll werden, der muß ganz van Jugend auf darbei er- zogen werden. Item er muß van guter Werkleut kunst erstlich viel abmachen, bis daß er ein freie Hand erlangt.»

 

Replik: Die Urgrabenurkunde von 1284

Die Urgrabenurkunde

Replik von Hans-Jürgen van Akkeren

Die sogenannte Urgrabenurkunde von 1284 stellt eine der interessanten mittelalterlichen Urkunden nicht nur zur Bergwerksgeschichte dar, sondern wirft ebenso ein geschichtliches Schlaglicht auf den Urgraben (abgeschliffener Name, eigentlich "Wuhrgraben"), der ein einzigartiges Zeugnis mittelalterlicher Wasserbaukunst darstellt.

Urkunde von 1284 Mai 2 wird unter der Signatur GLA 21 Nr. 3010 verwahrt und misst in der Länge 20,3 cm, in der Breite links 6,6 und rechts 5,6 cm.

 

GLA Karlsruhe, Sig. 21 Nr. 3010 - Replik van Akkeren
Replik in Originalgröße: Hans-Jürgen van Akkeren. Siegel aus Wachs.Angefertigt nach Digitalisiat.


Direkte Abschrift der Urgrabenurkunde

Wir Grave Egen von Friburg kunden allen die disen brief sehint oder horint lesen / das wir haben erloubit Burchart dem Turner / Heinrich Wolleben / Cunrat Ederlin
/ meister Cunrat Rotermellin / un allen iren gesellen ze den silberbergen ze sukendal / un ze des herzogen berge / un allen die die selben berge buwent / un iren erben
/ das si einen graben mit wasser ze dem selben berge vuren uber des gottishus gut von sante peter / un über ellu die gut da wir vogit ube sin / un da wir gewaltig sin
/ nah ir willen / un alse vil so si bedurfen / un her uber ze einem urkunde so geben wir in disen mit unserm ingesigel besigelt. Un geschach dis ding
/ un wart diese brief gegeben do man zalte von gottis geburte zwelf hundirt / ahzig / un vier jar / an dem nehisten zistage nah sante Walpurge tage.


Umschrift in verständlicheres Deutsch

Wir, Graf Egon von Freiburg, verkünden allen, die diesen Brief sehend oder hörend lesen, daß wir haben erlaubt Burkart dem Turner, Heinrich Wolleben, Conrat Ederlin,
Meister Conrat Rotermellin und allen ihren Gesellen zu den Silberbergen zu Suggental und zu des Herzogs Berg, und allen, die die selben Berge bauen, und ihren Erben,
daß sie einen Graben mit Wasser zu den selben Bergen führen über das Gotteshausgut von Sankt Peter und über alle die Güter, worüber wir Vogt sind und worüber wir Gewalt
haben, nach ihrem Willen und so viel sie benötigen. Und darüber zu einer Urkunde, geben wir in diesen [Brief], mit unserem Siegel besiegelt. Und geschah diese Sache und
wurde dieser Brief gegeben, als man zählte von Gottes Geburt zwölf Hundert achtzig und vier Jahr an dem nächsten Dienstag nach Sankt Walpurgis Tag.

1284 Mai 2

 


 

Rekonstruktion der Stadtrechtsurkunde Waldkirch

Rekonstruktion der Stadtrechtsurkunde Waldkirch

Am 8. August 1300 verleihen die Herren Johann und Wilhelm von Schwarzenberg ihrer Stadt das Stadtrecht, das sie an das Freiburger Recht anlehnten.
Wir hr Johans und hr wylhelm herren ze Schwartzenberg thon kunt allen die disen brieff an sehent oder hörent lesen / Das wir der Statt den burgern und der gemeinde ze Waltkirch und ouch den die inder obern statt hinder uns und uff unserm gute sytzent und unser burger da sind oder uns da stire gent…“ geloben beide Herren beim Eide, dass jeder Herr von seinem Teil der Stadt nicht mehr als 7 Mark Silber jährlich erheben werde. Über diese festgesetzte Summe hinaus sollen die Leute eines jeden Herrn entsprechend Geld beisteuern, wenn einer der Herren oder einer ihrer Söhne den Ritterschlag erhält, bei Gefangenschaft oder der Verpflichtung zum Reichsdienst oder bei den Töchtern die Aussteuer leisten.

Um das Jahr 1470 wird die Urkunde in das Rote Kopialburch (GLA KA 65/688) der Stadt Waldkirch übertragen. Vermutlich war die Urkunde in einem schlechten Zustand, denn sie ist leider nicht mehr erhalten.

Im letzten Teil der Abschrift sind die Personen, welche ihre Siegel an die Urkunde angebracht haben, überliefert.

So hant wir beyde unsere Ingesiegele gen und an disen brieff gehenket / Wir auch der Ratt und die Burger ze waltkirch gemeinlich wan dass durch unsern und der stette und der hire nutz geschehen ist und wir auch geschworn haben aller der dinge die von und da vor bescheiden sint die stete ze hande an all generde / Dar um ze eine steten ewigen urbinde unseres eydes und aller vorgeschribener dinge so hand wir auch unsre stette ze waltkirch ingesigel an disen brieff gen und gehenkt und wart dirre brieff gen / …“

Um eine Rekonstruktion der Stadtrechtsurkunde anzufertigen, orientierten wir uns an die Urkunde von Johannis und Walter von Schwarzenberg, die im Jahre 1315 angefertigt wurde. Die Menge an Text entspricht ungefähr der Überlieferung der Stadtrechtsurkunde im Kopialbuch. Des Weiteren konnten die Siegel von Johannis und der Stadt Waldkirch als Vorlage dienen. So entstand eine rekonstruierte Urkunde in der Größe von 46 cm Breite und 34 cm Höhe. Das Siegel von Wilhelm von Schwarzenberg wurde entsprechend der Größe des Siegels von Johannis rekonstruiert.

Kalligraphie auf Ziegenpergament; Siegel aus Modellierwachs gefertigt; Schnürung aus Leinen.

Rekonstruktion_Stadtrechtsurkunde_Waldkirch_8.Aug.1300 - 6

Rekonstruktion der Stadtrechtsurkunde Waldkirch

 

Rekonstruktion_Stadtrechtsurkunde_Waldkirch_8.Aug.1300 - 12   Rekonstruktion_Stadtrechtsurkunde_Waldkirch_8.Aug.1300 - 10   Rekonstruktion_Stadtrechtsurkunde_Waldkirch_8.Aug.1300 - 8

Rekonstruktion_Stadtrechtsurkunde_Waldkirch_8.Aug.1300 - 11   Rekonstruktion_Stadtrechtsurkunde_Waldkirch_8.Aug.1300 - 9   Rekonstruktion_Stadtrechtsurkunde_Waldkirch_8.Aug.1300 - 7

 

 


 

Niederländischer Rahsegler 17. Jahrhundert

Niederländischer Rahsegler 17. Jahrhundert

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Aquarell von Hans-Jürgen van Akkeren Januar 2015 (19 x 13,5 cm)

Niederländischer Rahsegler 17. Jahrhundert mit drei Masten (Besanmast, Hauptmast und Fockmast). Lediglich am Besanmast befand sich auf der untersten Position (Unterbesansegel) ein Lateinersegel. Zudem konnte am Bugspriet noch die Blinde und am Bugsprietmast die Oberblinde (Bouvenblinde) gesetzt werden.

 


 

Replik des Stadtsiegels Waldkich 1415

Replik des Stadtsiegels Waldkich 1415

Siehe auch: Repliken

Material aus Wachs und Zutaten nach alter Rezeptur. Patiniert.
Durchmesser ca. 5 cm.

Die Stadt Waldkirch erhielt am 8. August 1300 von den Herren Johann und Wilhelm von Schwarzenberg das Stadtrecht verliehen, das sich an das Freiburger Recht anlehnte. Seit 1323 ist die Stadt in Österreichischen Händen und Lehen der Schwarzenberger. Im Jahre 1386 fällt die Stadt ganz an Österreich, die sie in den nächsten Jahrhunderten mehrfach verpfändeten, bevor sie 1566 wieder an das Österreichische Herrschaftshaus zurück fällt.
Siegel der Stadt Waldkirch einer Urkunde von 1415. Umschrift +s´.civitatis.de waltkilch. Das Wappen ist ein redendes, eine im Walde stehende Kirche, rechts eine Linde, links eine Eiche.

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Replik: Hans-Jürgen van Akkeren


 

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