Zitat von Albrecht Dürer:
«Item wer ein Moler will werden, der muß van Natür dorzu geschick sein. Item die Kunst des Malens würd baß durch Lieb und Lust gelernt dann durch Zwang. Item aus welchem ein großer künstreicher Moler soll werden, der muß ganz van Jugend auf darbei er- zogen werden. Item er muß van guter Werkleut kunst erstlich viel abmachen, bis daß er ein freie Hand erlangt.»

 

Archäologische Ausgrabungen in Neuenburg am Rhein

Archäologische Ausgrabungen in Neuenburg am Rhein

Neuenburg am Rhein, Samstag, den 25.01.2014

Archäologische Ausgrabungen in Neuenburg am Rhein

Vortrag von Dr. Bertram Jenisch in Neuenburg, Archäologe der Denkmalpflege des Regierungspräsidiums Freiburg mit Rekonstruktionen von Hans-Jürgen van Akkeren, ehrenamtlicher der Denkmalpflege.

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Ausgrabungen zwischen Metzger- und Schlüsselstraße.
Fotos: H-J. van Akkeren

 

Die Stadt Neuenburg wurde 1175 von Herzog Berthold IV. gegründet. Anlass der Stadtgründung waren die Expansionsversuche der Hohenstaufer, um von ihrem Besitz Badenweiler zu ihren Besitzungen im benachbarten Elsass zu gelangen. Mit der Stadtgründung Neuenburg sicherten sich die Zähringer den Rheinübergang und konnten so von Händlern und Reisenden Tribut verlangen.

Die sogenannte kleine Eiszeit im 15./16. Jahrhundert war der Grund, dass während dieser Zeit häufig sehr kalte, lang andauernde Winter und niederschlagsreiche kühle Sommer auftraten, so dass es immer wieder zu starken Hochwasser des Rheins führte. Mehrere Hochwasser haben in der Zeit zwischen 1480 und 1527 dazu geführt, dass Teile der Stadt Neuenburg zerstört wurden, an deren Ende das Neuenburger Münster stand. Das schlimmste Hochwasser war jedoch im Juli 1480.

Erneute Zerstörungen musste Neuenburg in der Zeit des dreißigjährigen Krieges, sowie im Spanischen Erbfolgekrieg über sich ergehen lassen, besonders vor der Schlacht bei Friedlingen in der Nähe von Basel am 14. Oktober 1702. Nach zweijähriger Besatzungszeit wurde Neuenburg auf Befehl des Königs Ludwig XIV. im April 1704 vollständig zerstört.

Neuenburg geriet 1940 als Frontstadt unter Beschuss, während die Wehrmacht den Angriff auf Frankreich begonnen hatte. Sie war die erste deutsche Stadt, die im 2. Weltkrieg vollständig zerstört wurde. Am 9. April 1945 fanden die letzten Kämpfe der deutschen Truppen statt. Sie zogen sich über Neuenburg zurück und sprengten die Brücke. 97% der Stadt waren vollständig zerstört.

Bertram Jenisch, Archäologe der Denkmalpflege des Regierungspräsidiums Freiburg, berichtete am vergangenen Samstag, den 25. Jan. 2014, vor der Jahreshauptversammlung des Geschichts- und Kulturkreises Neuenburg über die vergangenen archäologischen Ausgrabungen, die seit 2011 in Neuenburg zwischen Metzger- und Schlüsselstraße und entlang der Ölstraße durchgeführt wurden und fasste diese Ergebnisse in einer Präsentation mit Bildern und Plänen zusammen. Jenisch wies darauf hin, dass: „Der gesamte Grundriss der mittelalterlichen Stadt Neuenburg ist vollständig erhalten, unter mehr als 2 Meter unterhalb des heutigen Straßenniveaus“ und dass nach Beendigung der Ausgrabungen es möglich sein wird, einen Plan der mittelalterlichen Stadt Neuenburg aus dem 13. Jahrhundert rekonstruieren zu können. Durch die archäologischen Ausgrabungen konnte auch die Erkenntnis gewonnen werden, das die mittelalterlichen Grundstücksparzellen sich bis heute weitgehend erhalten haben.
So richtig spannend wurde es für die Vereinsmitglieder, als sie Rekonstruktionen des mittelalterlichen Neuenburgs zu sehen bekamen. Diese Darstellungen wurden von Hans-Jürgen van Akkeren, ehrenamtlichen Beauftragten der Denkmalpflege des Regierungspräsidiums, angefertigt. Van Akkeren ist auf diesem Gebiet der Darstellung historischer Gebäude, Burgen und Festungsanlagen spezialisiert. Anhand von Katasterplänen und gesicherten Funden fertigt er mit einem 3D-Programm die gesamten Anlagen an und kann somit für jeden Laien einen Blick in die Vergangenheit gewähren. So erstellte van Akkeren für das interessierte Publikum aus Neuenburg auch eine Hochwassersimulation des Rheins, bei dem vermutlich im Jahre 1480 ein Drittel der Stadt zerstört wurde. (JvA)

Video auf Breisgau-Burgen.de


Hochwassersimulation: Hans-Jürgen van Akkeren

 

 


 

 

Die Badische-Zeitung berichtete unter folgenden Überschriften ebenfalls zu diesem Thema:

 

"Wie das Hochwasser von 1480 Teile Neuenburgs in die Rheinfluten riss

Es war die schlimmste Hochwasserkatastrophe in der Region im vergangenen Jahrtausend: 1480 spülte der Rhein die halbe Stadt Neuenburg weg. Wie, das veranschaulicht nun eine Computersimulation."

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/neuenburg/wie-das-hochwasser-von-1480-teile-neuenburgs-in-die-rheinfluten-riss

 


 

"Historische Exkursionen gelten als Geheimtipp

Geschichts- und Kulturkreis Neuenburg will auch die Vorträge im November zu bedeutsamen historischen Ereignissen beibehalten."

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/neuenburg/historische-exkursionen-gelten-als-geheimtipp

 


 

Handgefertigte Replik auf Pergament in Originalgröße (46 x 35 cm) von Hans-Jürgen van Akkeren, 06.10.2013.

Replik aus dem Graduale des Klosters Wonnental 1340—1360

Handgefertigte Replik auf Pergament in Originalgröße
(46 x 35 cm) von Hans-Jürgen van Akkeren, 06.10.2013.

„De sancto nycolao epicopus „Nikoloaus wirft Gold zu den drei Jungfrauen. Unter dem Buchstaben T dargestellt ist die Legende, wie der Bischof Nikolaus, mit Mitra und Stab, drei Mädchen Gold schenkt (hier ein goldener Apfel). Damit rettet er sie vor dem Schicksal, von ihrem Vater in ein Freudenhaus verkauft zu werden. Der rechts kniende Stifter stammt  wohl aus der Familie  von Schwarzenberg (Waldkirch). Sein Wappen: schwarzer Berg auf silbernen  (schwarz geworden) Feld. Die Schwarzenbergs waren im Breisgau reich begütert und zählten zu den Mitbegründern von Kenzingen. Ein Heinrich von Schwarzenberg war zu Beginn des 14. Jh. mit einer Tochter von Rudolf von Üsenberg verheiratet. Ein früherer Rudolf und dessen Bruder Burkhart waren wesentlich an der Gründungsphase Wonnentals beteiligt.“

(Auszug aus dem Buch: Das Graduale des Klosters Wonnental bei Kenzingen,
W. Heiland-Justi, 1. Auflage 2012)

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Das Wonnentaler Graduale entstand in der Zeit zwischen 1340 und 1360 und wurde vermutlich im Kloster Tennenbach angefertigt. Handgefertigte Replik auf Pergament in Originalgröße Hans-Jürgen van Akkeren.


 

Ausstellung Künstlertreff Kenzingen

29.Oktober bis 10. November 2013 Ausstellung des "Künstlertreff Kenzingen"

Im Ratssaal des Rathauses Kenzingen

 

Vernissage am 29. Oktober 19.00 Uhr im Ratssaal

Öffnungszeiten:
Samstags und Sonntags 11.00 bis 17.00 Uhr
Werktags zu den Öffnungszeiten des Rathauses.
Freitag, den 01. November 11.00 bis 17.00 Uhr

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Exkursionen

Exkursion zur Burg Kürnberg im Bleichtal am 25. Mai 2017

(Christi Himmelafahrt)

"Im Schatten der Burg Kürnberg" - mit Hans-Jürgen van Akkeren


Die Burg Kürnberg wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von Burkhart von Üsenberg erbaut und im 30-jährigen Krieg zerstört. Warum die Burg an dieser Stelle erbaut wurde, bleibt bis heute ihr Geheimnis. Aber vielleicht verrät ihr Name den Grund für ihre Errichtung. Burgführer Hans-Jürgen van Akkeren verrät Ihnen das Geheimnis, denn das Bleichtal galt einst als größte Produktionsstätte für Mühlsteine im mittelalterlichen Breisgau.

Auf dem Weg von Bleichheim bis zur Burg Kürnberg wird in 5 Stationen die Vergangenheit um die Herrschaft Üsenberg und ihre Burg Kürnberg wieder lebendig.

Die Mühlsteinproduktion, der Bergbau, der Duttenbrunnen und die Wasserversorgung zur Burg, die Schlosswiese und der Schlosshof, das Königssträßle und die Vorwerke der Burganlage.

Die Vereinsgemeinschaft Bleichheim empfängt am Ende der Exkursion die Wandergruppe mit Getränke und Vesper.

Donnerstag (Christi Himmelfahrt), den 25. Mai 2017. Los geht´s um 13.45 Uhr.

Treffpunkt Gemeindehaus Bleichheim, Dauer ca. 2 Std.

Festes Schuhwerk ist erforderlich. Teilnahme auf eigene Gefahr, keine Haftung für Wegeunfälle oder ähnliches!

Unkostenbeitrag 5.- EUR/Person. Anmeldung nicht erforderlich.

 

 

   

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