digitale 3D-Rekonstruktionen

für Museen Themenausstellung Infotafeln Literatur

 

Archäologisch-historische 3D-Rekonstruktionen digital.



Für Museen, Themenausstellungen, Infotafeln oder Literatur

 

 

Befestigter Kornspeicher "castri chornberc" im Bleichtal um 1203

Archäologisch-historische 3D-Rekonstruktion für die Vortragsreihe 2020 "Archäologischer Befund und digitale Rekonstruktionen von Burgen". Fallbeispiele aus dem Breisgau.

Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren 2020. Wissenschaftliche Beratung Dr. Bertram Jenisch, Stv. FB-Leiter Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart Dienstsitz Freiburg.

Die Rekonstruktion des befestigten Kornspeichers erfolgte auf der Grundlage topographischer Vermessung (siehe Plan) und einem digitalen LiDAR Geländemodell, die vom Landesamt für Denkmalpflege zur Verfügung gestellt wurden. Die Grabenstruktur und Reste der Grundmauern sind heute im Gelände noch gut sichtbar.

 

Der Kastenbuck

 

(B. Jenisch) Der Kastenbuck liegt in Hanglage südlich der Einmündung des Kirnbachs in den Bleichbach. Das Areal ist von mächtigen Gräben umgeben. Der Kastenbuck ist in zwei, durch einen Wall geteilte Bereiche zu untergliedern. Im höher gelegenen Teil erhebt sich ein Hügel von ca. 8 m Höhe und einem Durchmesser von etwa 25 m, der stark gestört ist. Im tiefen liegenden Nordteil haben sich die Mauerreste eines 10 x 20 m messenden Gebäudes erhalten, die noch bis zu 1 m aufragen Die befestigte Anlage liegt unmittelbar an der Gabelung der Wege vom Bleichtal ins Freiamt und nach Schweighausen.

 

Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts beschrieb Heinrich Schreiber die damals noch gut erhaltenen Reste als Burg und vermutete wegen des Namens an dieser Stelle ein römisches Kastell. Aufgrund des Namens und Baubestand handelt es sich aber nach heutigem Kenntnisstand um einen befestigten Kornspeicher.

 

Als erste Personen benennen sich 1088 Burchardus de Curenberc und 1094 ingenuus de Curenberc nach dem Kastenbuck. Ab 1200 erhalten die Üsenberger die Vogtei über die Güter des elsässischen Frauenklosters Andlau. 1203 wird Burkhard von Üsenberg als Besitzer des castri Chornberc erwähnt. 1317 wird in eine Grangia (Kornspeicher) des Klosters Andlau in Bleichheim genannt. Erster eindeutiger urkundlicher Hinweis auf die Anlage ist 1331 eine Güterübergabe von Hugo von Üsenberg an Vogt Johannes dem meyer von Kurenberg. An die Schenkung erinnern heute noch die Namen der benachbarten Mayersmühle sowie das angrenzende Mayerswäldele.

 

Der befestigte Kornspeicher Kastenbuck wurde im Jahr 1997 vom Herbolzheimer Stadtrat als Grabungsschutzgebiet ausgewiesen.

 

 

Mittelalterliche Stadt Freiburg um 1200

In Film und Bild für die Zähringerausstellung 2018 und 900-Jahrfeier Freiburg 2020 im Augustinermuseum und Stadtmuseum Freiburg

Großformatige Ansicht der mittelalterlichen Stadt Freiburg mit Blick über die Zähringerburg für die Sonderausstellung im Augustinermuseum.
Druckgröße: 500 x 350 mm mit 120 dpi

Eine wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, den städtischen Museen Freiburg i. Br. und dem Stadtarchiv Freiburg i. Br. 2017/18/19.

Förderung: Sparkasse Freiburg nördlicher Breisgau

Siehe: https://diezaehringer.eu/presse/

 

 

Mittelalterliche Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350
Ausstellung in der Universitätsbibliothek Mai 2018 

Archäologen des LAD entdecken die Closnergasse, Wissenschaftler der Uni Freiburg die handschriftlichen Quellen

Während der Ausgrabungen entlang der Deutschordenstraße im Jahre 2016 entdeckte das Landesamt für Denkmalpflege eine alte mittelalterliche Straße, die als Closnergasse lokalisiert werden konnte. Zusammen mit punktuellen früheren Beobachtungen konnte ein Teil des ehemaligen Stadtplans der Neuburg rekonstruiert werden. 

Im Rahmen einer universitären Übung unter der Leitung von Dr. Balázs Nemes zu Handschriften aus dem Kloster Adelhausen, fand ab dem 2. Mai 2018 eine kleine Poster Ausstellung in der Universitätsbibliothek Freiburg statt, in der die Handschriften und ihre Kontexte präsentiert wurden.  Während der Recherchen ist es der Universität Freiburg gelungen, die Besitzerin einer der Handschriften in der Freiburger Closnergasse um 1390 zu verorten.

Bezüglich 1390 diente der Uni Freiburg als Quelle ein Weinungeldbuch der Stadt Freiburg, das die Jahre 1390 und 1391 umfasste und nach Zünften (und anderen Kriterien) geordnet, die zahlungspflichtigen Personen der Stadt auflistet.
(Signatur Weingeldbuch 1390/91: Stadtarchiv Freiburg E1 A III h Nr. 1)

Als weitere ähnliche Quelle in der die gesuchte Person jedoch nicht auftauchte, die jedoch ähnlicher Art ist, könnte ein Gewerftbuch von 1385 ganz interessant sein. (Signatur Gewerftbuch 1385: Stadtarchiv Freiburg E1 A II a 1 Nr. 1)

Die archäologisch-historische 3D-Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren wurde in der Ausstellung der Universitätsbibliothek Freiburg gezeigt.

Foto: Mittelalterliche Vorstadt Freiburg-Neuburg um 1350.
Wissenschaftliche Beratung: Dr. Bertram Jenisch, Archäologe Landesamt für Denkmalpflege Freiburg.

 

Das Kloster St. Margarethen in Waldkirch um 1400
Großvormatiges Wandbild im Elztalmuseum Waldkirch

Wissenschaftliche Beratung: Dr. Andreas Haasis-Berner, Archäologe Landesamt für Denkmalpflege Freiburg.

Förderung: Stadt Waldkirch